Grundsätze der richtigen Instandhaltung. Wie verlängern Sie die Lebensdauer der Bandsägeblätter?

Die richtige Instandhaltung der Bandsägeblätter trägt zur Aufrechterhaltung eines hochqualitativen Schnitts bei, verlängert die Lebensdauer des Bandsägeblatts und spart aus langfristiger Sicht Kosten. Aufgrund unserer eigenen Erfahrung und der Beobachtungen unserer Kunden haben wir eine übersichtliche und praktische Anleitung erstellt, wie Bandsägeblätter von Dudr Saw richtig gepflegt werden. Haben Sie aus Ihrer eigenen Praxis Tipps und Methoden für den richtigen Umgang mit Bandsägeblättern? Lassen Sie uns an ihnen in der Diskussion am Ende dieses Artikels teilhaben.

Grundsätze der richtigen Instandhaltung – Artikel
Grundsätze der richtigen Instandhaltung – Artikel

Die Lebensdauer von Bandsägeblättern ist im Grunde eine Teamarbeit von Hersteller und Anwender. Für hochwertige Fertigung, Verschweißen und sorgfältige Verpackung sorgen wir bei Dudr Saw. Dagegen hängt von den Bedienern in der Werkstatt die richtige Verwendung der Bandsägeblätter, deren regelmäßige Pflege, aber auch das entsprechende Einstellen der Bandsäge ab. Gute Gewohnheiten und Routineschritte bei der Arbeit sind für ein zuverlässiges Schneiden von höchster Bedeutung.

Der richtige Umgang mit Bandsägeblättern hilft, deren Potenzial auszuschöpfen:

  • der richtige Umgang verlängert die Widerstandsfähigkeit und allgemeine Lebensdauer;
  • er erhält eine stabil hohe Schnittqualität aufrecht;
  • aus langfristiger Sicht spart er Zeit und Geld.

Im Lauf der Jahre beobachteten wir, dass vorzeitige Abnutzung oder Reißen von Bandsägeblättern am häufigsten mit den Einsatzbedingungen (Handhabung und Lagerung, Einstellen des Bandsägeblatts auf der Bandsäge, Sauberkeit, Kühlung usw.) zusammenhängen ‒ und zwar mehr als mit der Qualität ihrer Herstellung. Deshalb stellten wir einen praktischen Überblick von Grundsätzen der richtigen Pflege und des geeigneten Umgangs mit Bandsägeblättern zusammen. Diese allgemein geltenden Prinzipien gehen von der Herstellungspraxis, den Erfahrungen unserer Kunden und den Empfehlungen der Bandsägenhersteller aus.

1) Lagerung der Bandsägeblätter

  • Lagerung und Schutz vor Korrosion. Die Bandsägeblätter sollten in Innenräumen (in der Werkstatt, im Lagerraum u. ä.) gelagert werden – also an Orten, wo übliche Temperaturen herrschen und ein geringes Risiko für Kondensation von Feuchtigkeit besteht. Häufige Temperaturschwankungen sind wegen des Korrosionsrisikos zu vermeiden, deshalb Vorsicht bei ungeheizten Hallen und Lagerräumen an den Toren, wo die Temperatur schnell schwanken kann. Korrosion kann unauffällig entstehen und sich erst bei Belastung des Bandsägeblatts beim Schneiden äußern. Bei längerer Lagerung ist es besser, die Bandsägeblätter zu schützen ‒ sie z.B. in einer Verpackung oder einer trockenen Schachtel aufzubewahren, oder sie mit einem geeigneten Korrosionsschutzmittel zu behandeln.
  • Schutz der Zähne. Die Zähne sind der empfindlichste Teil des Bandsägeblatts ‒ jeder Kontakt der Zähne mit harten oder scharfen Kanten (Fußboden, Regale, andere Bandsägeblätter) kann zu Mikrobeschädigungen führen. Bei der Lagerung sollte besser eine schützende Verpackung verwendet werden (Originalverpackung, Karton, Kunststoffabdeckung oder eine gesonderte Einlage), die mechanische Beschädigungen und den gegenseitigen Kontakt der Zähne verhindert.
  • Aufbewahrungsweise der Bandsägeblätter bei ihrer Lagerung. Die Bandsägeblätter sollten aufgerollt oder aufgehängt gelagert werden, damit sie nicht durch ihr Eigengewicht oder den Druck anderer Gegenstände verformt werden. Wichtig ist es, die Bandsägeblätter stetig und gleichmäßig, ohne Überkreuzen oder scharfe Richtungswechsel aufzurollen. Ein falsches Aufrollen erhöht die Innenspannung des Materials und kann sich durch verschlechterte Stabilität des Schnitts beim nächsten Einsatz äußern.

2) Einstellen von Bandsägeblatt und Bandsäge

  • Kontrolliertes Aufziehen und Abnehmen des Bandsägeblatts von der Maschine. Das aufgerollte Bandsägeblatt setzt beim Lösen mechanische Energie frei. Beim unvorsichtigen Handhaben kann es sich plötzlich aufrollen, was zum Verformen des Bandsägeblatts, zur Beschädigung der Zähne oder zu Verletzungen führen kann. Dasselbe gilt für das Aufziehen auf die Bandsäge oder den Bandsägeblattwechsel. Beim Aufziehen des Bandsägeblatts empfiehlt es sich, die Maschine von Spänen gut zu reinigen. Beim Abnehmen des Bandsägeblatts von der Maschine muss stets die Spannung vollständig gelöst werden (gelöste Räder der Bandsäge).
  • Auflegen und Spannen des Bandsägeblatts. Die Räder der Bandsäge sind beim Einlegen des Bandsägeblatts gelöst. Wir setzen das Bandsägeblatt in seine Arbeitsposition je nach der Konstruktion der Maschine (siehe deren Gebrauchsanleitung) ein und spannen es dann. Wenn das Bandsägeblatt nicht ausreichend gespannt ist, verläuft es beim Schneiden und kann sogar ganz abrutschen. Ein zu starkes Spannen dagegen beansprucht das Material übermäßig und kann zum Reißen des Bandsägeblatts führen. Das richtige Spannen des Bandsägeblatts können wir zum Beispiel mit einem Tensomat (Bandspannungsmessgerät) oder annäherungsweise mit dem Finger prüfen.
  • Tracking (Verfolgen des Bandsägeblattlaufs auf den Rädern) nach dem Spannen. Nach dem Spannen sollte man (bei Bandsägen für Holz) noch den Lauf des Bandsägeblatts auf den Rädern überprüfen und nachstellen. Dieses sog. Tracking kann per Hand erfolgen ‒ wir drehen langsam das obere Laufrad der Bandsäge, damit wir sicher sind, dass das Bandsägeblatt mittig liegt und sich nicht auf den Rädern verschiebt. Aufgepasst, seien Sie besonders vorsichtig beim prüfenden Drehen von Rädern ohne geschlossene Verkleidung! Beim Bewegen der Räder und des Bandsägeblatts droht Verletzungsgefahr.
  • Richtiges Einstellen der Leitbleche. Nach dem Tracking folgt das Einstellen der Leitbleche – diese dienen zur Stabilisierung des Bandsägeblatts im Schnitt, und nicht etwa dazu, es dauerhaft „mit Kraft festzuhalten“. Die Leitbleche sollen möglichst nahe am Bandsägeblatt eingestellt werden, damit sie dessen seitliche Bewegung beschränken, jedoch ohne unnötigen Druck. Sie stützen das Trägerband, dürfen aber die Zähne nicht berühren ‒ ein Kontakt mit den Zähnen würde zu deren rascher Abnutzung oder Beschädigung führen. Vorsicht auch bei der hinteren Kante des Bandsägeblatts, dass es bei Leerlauf nicht den Spurkranz (bei Bandsägen für Metall) oder die Leitbleche berührt.
  • Schnittgeschwindigkeit. Allgemein gilt, dass man zum Sägen von Holz eine höhere Geschwindigkeit verwendet als zum Trennen von Metall. Es ist nämlich erforderlich, dass es jeder Zahn des Bandsägeblatts schaffen soll, in das Schnittmaterial einzudringen und einen Span von ihm abzuheben. Bei Holz spielt die Härte des Schnittmaterials oder die Art des Schneidens (Zerschneiden großer Mengen versus feine Arbeiten wie Ausschneiden) eine Rolle; bei Metall dagegen hängt es stark vom Typ des Schnittmaterials und der Zusammensetzung der Legierungen. Die Geschwindigkeit kombinieren wir mit einem geeigneten Vorschub. Die empfohlene Schnittgeschwindigkeit finden Sie in den Handbüchern der Hersteller für Bandsäge und Bandsägeblatt.

3) Pflege des Bandsägeblatts beim Schneiden

  • Kühlen beim Schneiden von Metall. Bei Bandsägeblättern für Metall ist das Kühlen beim Sägen eine unerlässliche Bedingung für ihr richtiges Arbeiten und eine hohe Lebensdauer. Der Kühlschmierstoff verringert Reibung und Temperatur im Schnitt und hilft beim Ableiten der Späne aus dem Schnittmaterial. Eine schlechte oder ganz fehlende Kühlung führt zum schnelleren Stumpfwerden der Schneiden und gegebenenfalls sogar zur Zerstörung der Zähne oder des ganzen Bandsägeblatts. Die Wahl des Kühlschmierstoffs hängt vom Typ des Schnittmaterials ab.
  • Beachten Sie sorgfältig die Anweisungen für Vorbereitung und Dosierung. Der Kühlschmierstoff muss nach der Gebrauchsanleitung verdünnt werden, um den richtigen Effekt zu zeigen. Wichtig ist auch eine regelmäßige Kontrolle der Konzentration und des pH-Werts. Die Zuführung des Kühlschmierstoffs muss stabil und in die Schneidezone gerichtet sein, um ihre Funktion zu erfüllen und ein Verschwenden zu vermeiden. Näheres finden Sie im Artikel Kühlung von Bandsägeblättern für Metall.
  • Schmieren gegen Harz beim Holzschneiden. Die Köpfe von Bandsägeblättern für Baumstämme setzen sich häufig mit Harz voll, an dem dann Späne und anderer Schmutz festkleben. Es droht auch ein Zusetzen der Lücken zwischen den Zähnen. Damit das Bandsägeblatt voll funktionstüchtig und sein Schnitt von hoher Qualität bleibt, sollte man es durch eine geeignete Schmierung oder einfache Schmiersysteme schützen. Zum Beispiel werden beim Zersägen von Baumstämmen reines Wasser, Wasser mit Geschirrspülmittel, Wasser mit Speisesoda oder im Winter mit Dieselöl verwendet (bei Dieselöl jedoch aufgepasst ‒ es greift die Keilriemen an den Sägen an).
  • Absaugung von Spänen und Staub. Eine richtig arbeitende Absaugung bei der Bandsäge (insbesondere beim Sägen von Holz) verringert deutlich die Menge an Spänen und Staub, die im Schnittbereich, an den Rädern und Leitblechen verbleiben. Geringere Ablagerungen bedeuten weniger Reibung, geringere Erhitzung des Bandsägeblatts, stabilere Führung und ein kleineres Risiko, dass die Späne erneut in den Schnittkanal gepresst werden oder am Bandsägeblatt haften bleiben.
  • Saubere Spänebürsten und Abstreifer. Damit keine Späne zurück in den Schnittkanal gelangen oder an den Rädern kleben bleiben, ist für einen stets sauberen und funktionstüchtigen Zustand der Spänebürsten zu sorgen. Die Aufgaben der Spänebürsten und Späneabstreifer sind es, das Bandsägeblatt (Zähne, Zahnlücken, Trägerband) von festhaftenden Spänen und Schmutz freizuhalten. Bei den meisten Bandsägen für Metall sind Rotationsbürsten eingebaut, die die Späne erfassen und ihr Festschmelzen an den Zahnschneiden verhindern. Zugesetzte Schneiden dringen nämlich schlechter in das Schnittmaterial ein.

4) Wartung und Prüfung des Bandsägeblatts nach Beendigung der Arbeit

  • Lösen der Spannung. Nach Beendigung der Arbeit ist es wichtig, das Bandsägeblatt zu lockern. Ein langfristig gespanntes Bandsägeblatt auf der abgeschalteten Bandsäge belastet unnötig ihr Gestell und die Laufräder, aber auch das Bandsägeblatt selbst ‒ es drohen verfrühte Materialermüdung, verschlechterte Schnittqualität oder vorzeitiges Reißen.
  • Überprüfen von Bandsägeblatt, Zahnschneiden und Schränkweite. Nach dem Abschalten der Bandsäge empfiehlt es sich, das Bandsägeblatt kurz durchzusehen und die Aufmerksamkeit auf beginnende Risse, ausgebrochene Zähne und festhaftende Ablagerungen (Späne, Harz) zu richten. Jedoch kann nicht jeder Mangel allein durch eine Sichtprüfung festgestellt werden (ein Bandsägeblatt auf der Bandsäge lässt sich schlecht durchsehen) ‒ der Bediener sollte daher in der Lage sein, schon während des Sägens Mängel zu erkennen, wie etwa Springen des Bandsägeblatts, seltsame Geräusche, schiefe Schnitte oder andere ungewöhnliche Verhaltensweisen.
  • Reinigen des Bandsägeblatts. Das Bandsägeblatt kann je nach Art der Verunreinigung sicher mit einem Reinigungslappen aus Baumwolle, einer weichen Bürste, Entfettungsmitteln oder Harzreiniger gesäubert werden. Zu harte Werkzeuge oder solche aus Metall dürfen Sie nicht verwenden, damit die Zahnschneiden nicht beschädigt werden. Wichtig ist auch ein häufiges und regelmäßiges Reinigen der Bandsäge.
  • Schätzung der verbleibenden Lebensdauer. Ein neues Bandsägeblatt sollte nicht für alte Schnitte verwendet werden. Deshalb ist es wichtig, das Verhalten der Bandsägeblätter bei der Arbeit zu verfolgen und beginnende Probleme rechtzeitig zu lösen, oder das Bandsägeblatt gegen ein neues auszutauschen.  
  • Zahnschneiden und Schränkweite: wann ist ein Service möglich? Die meisten Bandsägeblätter können nicht nachgeschliffen werden: sind sie stumpf geworden, müssen sie also ausgesondert werden. Ein wiederholtes Schleifen und Schränken der Zähne ist nur bei Bandsägeblättern für Baumstämme möglich (z.B. RipperS Premium).

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