Weshalb reißen Bandsägeblätter für Metall? Die häufigsten Probleme

Ein Bandsägeblatt für Metall reißt am häufigsten, wenn seine Hinterkante an den Führungen oder am Spurkranz der Rolle anliegt. Weitere Ursachen: zu hoher Vorschub, falsche Zahnteilung oder Überspannung. Die Rissstelle verrät meist die Ursache. Dazu Tipps gegen ausgebrochene und stumpfe Zähne sowie schiefen oder rauen Schnitt.

Wo ein Bandsägeblatt für Metall reißt: von der Hinterkante, vom Zahngrund, an der Schweißnaht, feine Risse entlang des Bandes, Zahnausbrüche
Wo ein Bandsägeblatt für Metall reißt: von der Hinterkante, vom Zahngrund, an der Schweißnaht, feine Risse entlang des Bandes, Zahnausbrüche

Diagnose

Wo ist das Band gerissen? Kurzdiagnose

Schauen Sie, wo der Riss beginnt. Die Rissstelle verrät meist die Ursache.

1Von der HinterkanteDie hinteren Führungen oder der Spurkranz der Rolle drücken auch im Leerlauf auf das Band. Die Hinterkante ist meist gestaucht und scharfkantig. Auch ein zu hoher Vorschub trägt dazu bei. → Führungen einstellen
2Vom ZahngrundZu eng eingestellte Führungen, zu hoher Vorschub, zu feine Zahnteilung bei Vollmaterial, ein stumpfes Band, Überspannung oder ein Band, das für die Rollen der Säge zu dick ist. → Vorschub und Zahnteilung · Spannung
3An der SchweißnahtEs kann an einer fehlerhaften Schweißnaht liegen, aber auch an Überspannung oder an einem Band am Ende seiner Lebensdauer. → Garantie auf die Schweißnaht
4Viele feine Risse entlang des BandesDas Band ist ermüdet: überspannt, zu dick für die Rollen der Säge, oder es wird zwischen Rolle und Führungen zu stark verdreht. Verwenden Sie ein Band mit Rissen nicht weiter, es kann im Schnitt durchreißen. → Spannung · Blattstärke
5Das Band ist nicht gerissen, aber Zähne fehlenDie Zahnteilung passt nicht zum Querschnitt, der Vorschub ist zu hoch oder das Material bewegt sich im Schraubstock. → ausgebrochene Zähne

Überspannungstest: Legen Sie das gerissene Band mit der Außenseite (der Seite, die nicht auf der Rolle lag) auf eine ebene Unterlage. Liegt es locker auf, war die Spannung in Ordnung. Heben sich die Enden um mehr als 10 mm an oder lässt sich das Band gar nicht flach auflegen, war es überspannt. Bei einer Säge mit kleinen Rollen kann das auch bedeuten, dass das Band für die Rollen zu dick ist.

Ursachen

Die häufigsten Ursachen für Risse und ihre Behebung

Bei jedem Umlauf wird das Band zweimal um die Rollen gebogen und zweimal wieder gerade gerichtet. Alles, was es zusätzlich belastet, verkürzt seine Lebensdauer. Die Ursachen sind danach geordnet, wie oft wir sie an den Bändern unserer Kunden sehen.

1 mm
Spalt zwischen Hinterkante und Spurkranz der Rolle
0,5–1 mm
Spalt zwischen Band und hinteren Führungen bei Stillstand
130–150 N/mm²
Bandspannung bei 13 × 0,65 mm
4–24
Zähne im Schnitt bei Vollmaterial, ideal sind 12

Führungen oder Spurkranz drücken auf die Hinterkante

sehr häufig

Liegt die Hinterkante des Bandes auch im Leerlauf an den hinteren Führungen oder am Spurkranz (dem erhöhten Rand der Rolle) an, wird sie bei jedem Umlauf gestaucht, verhärtet und beginnt zu reißen. Die Hinterkante ist dann gestaucht und fühlt sich scharfkantig an. Das ist die häufigste Ursache, die wir an gerissenen Bändern sehen.

Prüfen Sie Führungen und Rollen nur bei gezogenem Netzstecker und drehen Sie die Rollen von Hand.

✓Bei stehender Säge: Lassen Sie zwischen Hinterkante und hinteren Führungen einen Spalt von 0,5–1 mm. Das Band soll sich erst im Schnitt daran abstützen.
✓Zwischen Hinterkante und Spurkranz gehört ein Spalt von etwa einer Fingernageldicke, rund 1 mm. Probe: Legen Sie ein Stück Papier zwischen Hinterkante und Spurkranz und drehen Sie die Rolle. Das Papier muss durchlaufen und darf nicht abgeschnitten werden.
✓Stellen Sie die seitlichen Führungen dicht an das Band, aber ohne Druck. Sie dürfen die Zähne nicht berühren. Die Führungslager müssen sich frei drehen.
✓Tauschen Sie verschlissene Lager und Hartmetallbacken aus. Längsriefen oder blank polierte Stellen an den Seiten des Bandes zeigen, dass die Führungen reiben oder das Band einklemmen.
✓Die Führung prüfen Sie mit einem 30–40 cm langen Bandabschnitt: In der leeren Säge muss er senkrecht zwischen den Führungen sitzen und darf nicht wackeln, er muss sich aber nach vorn und hinten schieben lassen. Einen solchen Abschnitt legen wir Ihrer Bestellung auf Wunsch kostenlos bei.

Zu hoher Vorschub oder ungeeignete Zahnteilung

gelegentlich

Wird Vollmaterial mit hohem Vorschub und feiner Zahnteilung gesägt, setzen sich die Zahnlücken mit Spänen zu. Der Zahn kann sie nicht abführen und bekommt beim nächsten Eingriff einen Schlag, die Risse gehen dann vom Zahngrund aus. Bei dünnwandigen Profilen ist es umgekehrt: Bei grober Zahnteilung sind zu wenige Zähne im Schnitt und die Zähne brechen aus.

✓Wählen Sie bei Vollmaterial die Zahnteilung so, dass etwa 12 Zähne im Schnitt sind, mindestens 4 und höchstens 24.
✓Bei Rohren und Profilen soll der Abstand zwischen den Zahnspitzen ungefähr der Wandstärke entsprechen.
✓Der Vorschub soll gleichmäßig sein. Wenn das Band hakt oder sich „quält“, verringern Sie den Vorschub, erhöhen Sie die Bandgeschwindigkeit oder wählen Sie einen größeren Zahn.

Die passende Zahnteilung für Ihren Querschnitt finden Sie im Artikel Welches Bandsägeblatt für Metall? Typ und Zahnteilung richtig wählen. Die Geschwindigkeit je Werkstoff steht im Artikel Metallbandsäge: Welche Geschwindigkeit für das Bandsägeblatt einstellen?

Rollen nicht fluchtend, Spiel oder verschlissene Teile

gelegentlich

Ein Band, das auf den Rollen zur Seite wandert, wird von den Führungen ständig zurückgedreht und dadurch belastet. Prüfen Sie, ob:

●beide Rollen bei gespanntem Band fluchten und nicht geneigt sind, etwa durch eine verbogene Welle oder eine schlecht sitzende Rolle,
●die Rollen keinen Schlag haben (nicht „eiern“) und ihre Lager kein Spiel haben,
●der Gummibelag der Rollen, falls vorhanden, nicht abgefahren oder beschädigt ist,
●das Band im Lauf nicht auf der Rolle hin und her wandert.

Das Band ist überspannt

selten

Ein überspanntes Band reißt früher oder später, an der Schweißnaht und auch anderswo, und entlang des Bandes entstehen feine Risse. Ob das Band überspannt war, prüfen Sie mit dem Test auf ebener Unterlage.

Abmessung Bandspannung
13 × 0,65 mm 130–150 N/mm²
20 × 0,9 mm 160–180 N/mm²
27 × 0,9 mm 200–220 N/mm²
34 × 0,9 mm 240–250 N/mm²
41 × 1,3 mm 250–260 N/mm²
54 × 1,3 / 54 × 1,6 / 67 × 1,6 mm 260–280 N/mm²
80 × 1,6 mm 280–300 N/mm²

Genau messen Sie die Spannung mit einem Bandspannungsmesser. Er ist aber 131 × 100 mm groß und passt nicht in jede kleine Hobbysäge. Achten Sie dann zumindest auf die Tellerfedern der Spannvorrichtung: Sie dürfen nicht bis zum Anschlag zusammengedrückt sein. Lösen Sie die Spannung nach der Arbeit. Die vollständige Anleitung finden Sie im Artikel Wie werden Bandsägeblätter für Metall gespannt?

Das Band ist für die Rollen der Säge zu dick

vereinzelt

Je kleiner die Rollen und je kürzer das Band, desto enger wird es bei jedem Umlauf gebogen und zwischen Rolle und Führungen verdreht. Typisch sind kleine Sägen mit einem Band 1140 × 13 × 0,65 mm.

Reißen an einer solchen Säge immer wieder die Bänder, obwohl Führungen und Spannung stimmen, versuchen Sie ein dünneres Band 13 × 0,5 mm. Es lässt sich leichter über kleine Rollen biegen und in die Führungen verdrehen. Wir fertigen es in den Zahnteilungen 8/12, 10/14 und 14/18 TPI, eine gröbere Teilung gibt es in dieser Stärke nicht.

Spannen Sie das dünnere Band weniger als ein 0,65-mm-Band: Mit derselben Kraft gespannt, läge seine Spannung etwa ein Drittel höher. Verringern Sie außerdem den Vorschub, denn ein dünneres Band weicht leichter aus.

Bänder für die beliebte kleine Säge finden Sie im Artikel PARKSIDE-Bandsäge für Metall von Lidl.

Gerissene Schweißnaht

vereinzelt

Für unsere Schweißnähte übernehmen wir Garantie. Reißt ein Band von uns an der Schweißnaht, schreiben Sie an info@dudrsaw.de und legen Sie Fotos der Rissstelle und des Bandetiketts bei. Meist beurteilen wir die Reklamation anhand der Fotos und schicken Ihnen nach der Anerkennung ein neues Band. Das Band muss bei uns gekauft sein.

Die Garantie gilt nicht für ein Band am Ende seiner Lebensdauer. Sind die Zähne stumpf, reißt das ermüdete Material nach Tausenden Biegungen, manchmal auch an der Schweißnaht.

Eine hochwertige Schweißnaht erkennen Sie so:

✓Das Band biegt sich an der Schweißnaht im gleichen Bogen wie überall sonst.
✓Die Zahnteilung ist über die Schweißnaht gleichmäßig, ohne auffällig große oder kleine Lücke.
✓Das Band ist an der Schweißnaht weder dünner noch überschliffen.

Mehr dazu im Artikel Garantie für die Schweißnaht.

Reißen Ihnen Bänder verschiedener Hersteller immer wieder? Dann liegt die Ursache eher an der Säge oder ihrer Einstellung als an der Schweißnaht.

Weitere Probleme

Das Band reißt nicht, schneidet aber schlecht?

Ausgebrochene und schnell stumpfe Zähne, ein schiefer oder rauer Schnitt haben meist eine einfache Ursache. Bei jeder Ursache steht, wie oft wir sie sehen:

sehr häufighäufiggelegentlichseltenvereinzelt
Ausgebrochene_abgenutzte_Zähne
Ausgebrochene_abgenutzte_Zähne

Zähne brechen aus

sehr häufig
Zu viele oder zu wenige Zähne im Schnitt
→ wählen Sie die Zahnteilung nach dem Querschnitt: bei Vollmaterial etwa 12 Zähne im Schnitt, bei Profilen einen Zahnabstand etwa wie die Wandstärke (Zahnteilung wählen)
häufig
Zu hoher Vorschub oder zu niedrige Bandgeschwindigkeit
→ verringern Sie den Vorschub und stellen Sie die Geschwindigkeit nach Werkstoff ein (Geschwindigkeitstabelle)
vereinzelt
Das Material ist nicht fest eingespannt
→ spannen Sie es so in den Schraubstock, dass es sich beim Sägen nicht bewegt
vereinzelt
Zähne fehlen nur an der Schweißnaht

Zähne brechen auch bei einem neuen, nicht eingefahrenen Band aus, bei zu geringem Kühlmittelfluss, bei einer defekten Spänebürste oder wenn der Schnitt an einer scharfen Kante des Materials beginnt.

Schräger Schnitt
Schräger Schnitt

Das Band schneidet schief

sehr häufig
Das Band ist stumpf
→ ersetzen Sie es durch ein neues
sehr häufig
Die Zahnteilung ist zu fein
→ wählen Sie größere Zähne, also einen niedrigeren TPI-Wert (Zahnteilung wählen)
gelegentlich
Das neue Band wurde nicht eingefahren
→ fahren Sie ein neues Band immer ein (Einfahren des Bandes)
selten
Die Führungsarme stehen zu weit auseinander oder sind nicht ausgerichtet
→ schieben Sie sie so nah wie möglich an das Material heran und richten Sie sie aus
selten
Lager oder Hartmetallbacken der Führungen sind beschädigt
→ tauschen Sie sie aus
selten
Zu hoher Vorschub oder zu niedrige Bandgeschwindigkeit
→ verringern Sie den Vorschub und erhöhen Sie die Geschwindigkeit
vereinzelt
Das Material ist nicht fest eingespannt
→ spannen Sie es fest in den Schraubstock
vereinzelt
Das Band ist zu wenig gespannt
→ spannen Sie es nach (Spannung nach Abmessung)

Auch Zähne, die nur auf einer Seite beschädigt sind, ziehen den Schnitt zur Seite. Wechseln Sie dann das Band und prüfen Sie die seitlichen Führungen.

stumpfe_Zähne
stumpfe_Zähne

Die Zähne werden schnell stumpf

sehr häufig
Falsch gewählte Zahnteilung
sehr häufig
Zu wenig Kühlmittel oder falsch angemischte Emulsion
→ prüfen Sie Durchfluss und Konzentration: normaler Stahl 5–7 %, Edelstahl und harte Stähle mindestens 10 % (Kühlung des Bandes)
häufig
Das Band läuft zu schnell oder der Vorschub ist zu gering und der Zahn reibt nur, vor allem bei Edelstahl
→ stellen Sie die Geschwindigkeit nach Werkstoff ein und erhöhen Sie den Vorschub (Geschwindigkeitstabelle)
selten
Das neue Band wurde nicht eingefahren
vereinzelt
Die Spänebürste funktioniert nicht
→ reinigen oder ersetzen Sie sie, sonst gelangen die Späne zurück in den Schnitt

Ein verkehrt herum aufgelegtes Band wird sofort stumpf. Die Zähne müssen in Laufrichtung des Bandes zeigen, also ins Material.

Rauer Schnitt
Rauer Schnitt

Der Schnitt ist rau

häufig
Stumpfe oder beschädigte Zähne
→ wechseln Sie das Band
häufig
Zu niedrige Bandgeschwindigkeit und zu hoher Vorschub
→ erhöhen Sie die Geschwindigkeit und verringern Sie den Vorschub
selten
Das neue Band wurde nicht eingefahren
selten
Die Spänebürste funktioniert nicht und Späne setzen die Zahnlücken zu
→ reinigen oder ersetzen Sie die Bürste
selten
Einmal pro Bandumlauf eine Spur im Schnitt, an der Stelle der Schweißnaht

Einen rauen Schnitt verursachen auch ein zu wenig gespanntes Band oder Führungsarme, die zu weit vom Material entfernt sind.

Leserfragen

Häufige Fragen

?Das Band reißt von den Zähnen aus, obwohl es scharf ist und ich mit Gefühl säge. Woran liegt das?

Prüfen Sie zuerst die Führungen: Weder die seitlichen noch die hinteren dürfen das Band einklemmen. Dann die Spannung. Bei Vollmaterial kann auch eine zu feine Zahnteilung schuld sein: Die Späne setzen die Zahnlücken zu und die Zähne bekommen Schläge. An einer kleinen Säge hilft auch ein dünneres Band mit 0,5 mm.

?Meine Säge hat kleine Rollen. Reißt das Band deswegen?

Das kann sein, prüfen Sie aber zuerst die Hinterkante. Ist sie gestaucht und scharfkantig, drücken die Führungen oder der Spurkranz darauf. Legen Sie das gerissene Band auf eine ebene Unterlage: Heben sich die Enden, war es überspannt oder es ist für die Rollen der Säge zu dick. Versuchen Sie dann ein dünneres Band.

?Das Band läuft auf den Rollen zur Seite. Was tun?

Prüfen Sie, ob die Rollen bei gespanntem Band fluchten und nicht geneigt sind, etwa durch eine verbogene Welle oder eine schlecht sitzende Rolle. Auch eine verbogene Führung kann das Band verdrehen. Ausführlich weiter oben im Artikel.

?Mir reißen Bänder verschiedener Hersteller. Liegt es an den Schweißnähten?

Wenn es bei Bändern verschiedener Marken immer wieder passiert, liegt die Ursache eher an der Säge, ihrer Einstellung oder der Arbeitsweise. Prüfen Sie Führungen, Spannung, Vorschub und Zahnteilung und Blattstärke.

Reißen Ihnen Bandsägeblätter für Holz? Für Holz gelten andere Ursachen und Werte. Beides finden Sie im Artikel Warum reißen Bandsägeblätter für Holz?

Ihr Problem war nicht dabei? Fragen Sie in der Diskussion unter dem Artikel oder schreiben Sie an info@dudrsaw.de. Wir helfen Ihnen weiter.

Wählen Sie Ihr Band

Bandsägeblätter für Metall führen wir in den Serien EPIC GP, SBX, SiClone und XP, geschweißt auf die Länge, die Sie brauchen. Wählen Sie nach Maß oder direkt nach Ihrem Bandsägenmodell.

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Ihre Fragen
Reinhard Klose
Guten Tag, ich habe eine kleine Metallband- (1140x13x0,65mm) -Säge, die von mehreren Anbietern aber unter verschiedenen Namen angeboten wird. Die Säge zeichnet sich aus durch einen stabilen, rechteckigen Fuß aus Aluguss statt der billigen Blechdeckel-Plattform mit den abgerundeten Ecken. Der Motor hat 1,5 kW, Sanftanlauf und Drehzahlsteuerung 20-70 m/min. Die Transportrollen sind gummibeschichtet, ölen ist nicht statthaft. Gesägt wird im Hobbybereich von Stahl über V2A bis hin zu Alu, Profile bis Rundmaterial.
Leider gibt es viel Banddefekte durch Reißen teils an der Nahtstelle aber auch an anderen Stellen. Zahlreiche verschiedene Bandfabrikate wurden schon montiert. Immer wieder gibt es Bandschäden. Die letzten 12 Bänder sind immer von der Zahnseite eingerissen und beginnen dann unrund zu laufen, so dass schon der unmittelbar bevorstehende Bandriß zu erfühlen ist. An diesen 12 Bändern gab es aber nie einen Schweißnahtriss. Die Bänder sind alle noch absolut scharf, auch wird sehr gefühlvollgesägt ohne übermäßigen Andruck. Das kalte Band kann nach dem Schnitt sofort ohne Probleme angefasst werden. Der bevorstehende Banddefekt /-einrisse ist schon durch Laufunruhe und Höhenschlag im Band zu fühlen. Die noch nicht aufgerissenen Bänder haben bis zu 16! Einrisse unterschiedlichster Tiefe. Der letzte Defekt ist bereits nach nur 6-8 Schnitten aufgetreten
Was ist die Ursache: schlechte Bandqualität oder Konstruktionsmängel der Säge?
Über neue Erkenntnisse zu diesem leidigen und kostenträchtigem Problem würde ich mich freuen.
BG - RKl
DUDRSAW

Guten Tag, vielen Dank für Ihre sehr ausführliche Beschreibung des Problems.
Nach dem von Ihnen beschriebenen Schadensbild halten wir eine grundsätzlich schlechte Qualität der Sägebänder für eher unwahrscheinlich. Insbesondere die Tatsache, dass sich das gleiche Problem bei Bändern verschiedener Hersteller wiederholt und die letzten zwölf Bänder nicht an der Schweißnaht gerissen sind, sondern die Risse immer von der Zahnseite ausgingen, deutet eher auf die Schnittbedingungen oder eine mechanische Belastung des Bandes durch die Maschine hin.
Wir würden insbesondere folgende Punkte überprüfen:
Zahnteilung / TPI: In Ihrer Beschreibung fehlt die Information, welche Zahnteilung Sie verwenden. Wenn Sie eine sehr feine Zahnteilung wie z. B. TPI 10/14 oder 14/18 einsetzen, kann es insbesondere beim Sägen von Vollmaterial zu einer Überfüllung der Zahnlücken mit Spänen kommen. Der Zahn kann die Späne dann nicht mehr ausreichend abführen, wodurch beim nächsten Eingriff hohe Stoßbelastungen und Spannungen im Bereich der Zahnlücken entstehen können. Von dort können anschließend Risse ausgehen.
Ein ähnliches Problem kann auch beim Sägen von Profilen auftreten, insbesondere beim Durchtrennen der unteren Profilwand, wenn sich gleichzeitig zu viele Zähne im Eingriff befinden. Als Orientierung empfehlen wir eine Zahnteilung, bei der sich ungefähr 10 Zähne gleichzeitig im Schnitt befinden.
Bandspannung: Eine zu hohe Bandspannung erhöht die zyklische Belastung des Sägebandes bei jedem Umlauf über die Laufräder erheblich und kann zu Ermüdungsrissen führen. Bei einem bereits gerissenen Band kann auch die Ebenheit grob überprüft werden. Wenn das Band frei auf einer ebenen Fläche liegt und dabei nicht flach liegen bleibt, sich deutlich verdreht oder die Enden aus der Ebene herausstehen, kann dies auf eine Verformung des Bandes während des Betriebs hinweisen. Eine mögliche Ursache ist eine zu hohe Bandspannung, allerdings kommen auch eine falsche Bandführung oder ein fehlerhafter Bandlauf infrage.
Ausrichtung und Zustand der Laufräder: Beide Laufräder sollten korrekt zueinander ausgerichtet sein, und das Band sollte während des Betriebs nicht ständig seitlich korrigiert werden. Beschädigte oder unebene Laufflächen, Spiel in den Lagern oder eine falsche Position des Bandes auf den Laufrädern können zusätzliche zyklische Belastungen verursachen.
Bandführung: Die seitlichen Führungselemente dürfen das Band nicht zu stark einklemmen. Wir empfehlen außerdem, den Bandkörper selbst zu kontrollieren. Wenn sich auf den Seiten deutliche Längsriefen, blank geriebene Flächen oder andere Kontaktspuren befinden, können die Führungselemente verschlissen, beschädigt oder zu stramm eingestellt sein. Beschädigte oder zu stark eingestellte Führungen können zur Entstehung von Mikrorissen und anschließendem Bandbruch beitragen.
Verdrehung des Bandes: Bei einem so kurzen Sägeband ist ebenfalls wichtig, wie stark das Band nach dem Verlassen des Laufrades bis zur Schnittposition verdreht werden muss. Wenn dies auf einer sehr kurzen Strecke geschieht, entsteht eine zusätzliche wiederkehrende Belastung des Bandkörpers. Bei einem Band mit 13 × 0,65 mm kann diese Belastung auf einer kleinen Maschine durchaus erheblich sein.
Aus diesem Grund würden wir bei dieser Maschine empfehlen, auch ein dünneres Sägeband mit 0,50 mm Bandstärke auszuprobieren. Dieses lässt sich leichter über kleine Laufräder biegen und verkraftet auch die Verdrehung zwischen Laufrad und Bandführung besser.
Konkret würden wir folgendes Band empfehlen: EPIC GP 1140 × 13 × 0,50 mm – TPI 8/12
Bei einer Bandstärke von 0,50 mm können wir leider keine gröbere Zahnteilung anbieten. TPI 8/12 eignet sich beispielsweise für Vollmaterial bis zu einem Durchmesser von etwa 30 mm. Bei Vollmaterial mit einem Durchmesser von etwa 50 mm wäre bereits eine gröbere Zahnteilung, zum Beispiel TPI 6/10, besser geeignet. Diese ist jedoch nur bei stärkeren Sägebändern erhältlich.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg. Mit freundlichen Grüßen Ihr Dudr Saw Team

Otto Šubrt
Tschechien – übersetzt
Guten Tag, ich habe eine selbstgebaute Metallsäge und bin mit Säge und Ihren Sägebändern sehr zufrieden, sage ich hervorragend, das Problem ist, dass das Band noch scharf ist und reißt, also liegt es wahrscheinlich an kleinen 150mm Rädern, aber es hält lange genug und es ist immer noch schade, also bestelle ich weitere, danke und wünsche Ihnen einen schönen Tag.
SIMONDS
Tschechien – übersetzt

Guten Tag, 150mm Räder sind bei einer Metallsäge nicht unbedingt so klein. Wenn Sie eine Bandgeschwindigkeit von 60-90 Metern pro Minute haben, wird es nicht so viele Biegungen über die Räder geben. Überprüfen Sie auch, ob das Band nicht von der Rückseite des Bandes zu reißen beginnt. Meistens ist die Hinterkante des Bandes scharf - eingedrückt von den Führungen oder von der Nabe auf den Rädern. Stellen Sie sicher, dass die Säge ausgeschaltet ist, dass Sie einen Spalt zwischen den hinteren Führungen und dem Band von mindestens 0,5 -1 mm haben und das Gleiche von der Nabe auf den Rädern. Oder wenn Sie ein Papier zwischen Band und Rad legen, so dass das Papier durchgeht und nicht zwischen Band und Nabe zerschnitten wird. Wenn Sie dann das zerrissene Band auf den Boden legen, sollten die Enden des Bandes auf dem Boden liegen bleiben. Wenn sie sich anheben (Band ist gedehnt), kann es an einer zu hohen Spannung des Bandes oder vielleicht auch an den kleinen Rädern liegen.

Viel Erfolg, mit freundlichen Grüßen Pavel Dudr

Miroslav Svoboda
Tschechien – übersetzt
Warum rutscht das Sägeband?
SIMONDS
Tschechien – übersetzt

Guten Tag, vielen Dank für Ihre Frage. Leider ist uns das nicht sehr häufig passiert. Mir fällt nur ein, dass es daran liegen könnte, dass die Räder nach dem Spannen des Sägebandes nicht in einer Flucht (in der Achse) sind oder etwas zurückliegen oder ein Rad eine Achterbahn fährt oder in einem anderen Winkel vertikal steht (z.B. aufgrund einer krummen Welle oder einer schlechten Radmontage). Oder eine schlechte Führung in den Führungen, die das Sägeband überlastet (sie sind verbogen). Vielen Dank, mit freundlichen Grüßen Pavel Dudr

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