Blockbandsäge selber bauen: So geht's und welches Bandsägeblatt passt
Eine Bandsäge für Baumstämme können Sie selber bauen. Entscheidend sind der Durchmesser der Laufräder, Geschwindigkeit und Spannung des Bandes und gute Laufradabdeckungen. Nach den Erfahrungen unserer Kunden zeigen wir, woraus eine selbstgebaute Säge besteht, welche Maße sinnvoll sind und welches Bandsägeblatt darauf gehört.
Überblick
Was eine Blockbandsäge im Eigenbau braucht
Wer nur ein paar Tage im Jahr Holz schneidet, muss keine Maschine für Tausende bis Zehntausende Euro kaufen. Viele unserer Kunden haben sich ihre Blockbandsäge selbst gebaut. Aus ihren Erfahrungen und aus dem, was wir über Bandsägeblätter wissen, haben wir zusammengestellt, woran Sie beim Bau denken sollten. Fotos ihrer Sägen finden Sie weiter unten.
Aufbau: Woraus die Säge besteht
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Konstruktion
Laufräder für die Bandsäge (Bandrollen)
Bei jedem Umlauf wird das Band an den Laufrädern zweimal gebogen und zweimal wieder gestreckt. In einer Arbeitsstunde sind das Zehntausende Biegungen. Je kleiner die Laufräder, desto stärker wird das Band gebogen und desto früher reißt es.
Der Durchmesser des Laufrads sollte mindestens 500-mal so groß wie die Bandstärke sein. Das ist die Untergrenze: für ein 0,9-mm-Band Laufräder von mindestens 450 mm, bei unseren Kunden haben sich 550 mm bewährt. Bandhersteller empfehlen für Laufräder unter 610 mm höchstens 0,9 mm, Bänder mit 1,1 und 1,3 mm gehören deshalb auf größere Laufräder.
| Bandstärke | Laufraddurchmesser mindestens | Breiten der RipperS-Bänder |
|---|---|---|
| 0,9 mm | 450 mm | 27, 32, 34, 35 mm |
| 1,1 mm | 610 mm | 32, 34, 35, 38 mm |
| 1,3 mm | 650 mm | 38 mm |
Antrieb und Bandgeschwindigkeit
Blockbandsägen schneiden mit 20–35 m/s. Weichholz verträgt eine höhere Geschwindigkeit, Hartholz eine niedrigere. Der Motor muss genug Kraft haben, damit das Band im Schnitt nicht deutlich langsamer wird. In ihre selbstgebauten Sägen bauen unsere Kunden Motoren mit etwa 5 kW ein.
| Holz | m/s | m/min |
|---|---|---|
| Weichholz (Fichte, Kiefer, Pappel) | 25–35 | 1.500–2.100 |
| Hartholz (Eiche, Buche, Robinie) | 20–30 | 1.200–1.800 |
| Universaleinstellung | 25–30 | 1.500–1.800 |
So berechnen Sie die Riemenscheiben
Die Bandgeschwindigkeit ergibt sich aus Durchmesser und Drehzahl des Laufrads: Umdrehungen des Laufrads pro Minute = Bandgeschwindigkeit (m/s) × 60 ÷ (3,14 × Raddurchmesser in Metern). Das Verhältnis der Durchmesser der Riemenscheiben ist dann Motordrehzahl ÷ Drehzahl des Laufrads.
Mehr zur Schnittgeschwindigkeit im Artikel Holz-Bandsäge einstellen.
Einstellung
Bandspannung
Ein Band für Blockbandsägen wird auf etwa 200 N/mm² gespannt, bezogen auf seinen Querschnitt, RipperS-Bänder auf 170–210 N/mm². Für den Querschnitt zählt die Bandbreite ohne die Zahnhöhe.
Zu wenig gespanntes Band
Überspanntes Band
Ohne Messgerät (zur Orientierung): Bei ausgeschalteter Maschine sollte sich das Band mit dem Finger höchstens 3 mm zur Seite drücken lassen, und im Schnitt darf es nicht schwimmen. Wenn ein Band reißt, legen Sie es mit der Außenseite nach unten auf einen ebenen Boden: Heben sich die Enden um mehr als 10 mm, war es zu stark gespannt. Am genauesten misst ein Bandspannungsmesser die Spannung.
Woran Sie die Spannung erkennen und wie Sie sie messen, beschreiben wir im Artikel Wie wird ein Bandsägeblatt für Holz gespannt?
Führungen
Die Führungen halten das Band an der Schnittstelle in der Ebene. Dafür, dass das Band auf den Laufrädern bleibt, sorgen vor allem die richtige Neigung der Laufräder und die Spannung, die Führungen sind nur eine Sicherung. An selbstgebauten Sägen sind das meist Führungsrollen mit Spurkranz oder seitliche Führungsrollen mit einem Stützlager hinten.
Eine ausführliche Anleitung zum Einstellen der Laufräder und Führungen finden Sie im Artikel Holz-Bandsäge einstellen.
Höhenverstellung und Fahrwerk
Höhenverstellung mit Drahtseilen
Höhenverstellung mit Gewindestangen
Ergänzen Sie die Kurbel um ein Zahnrad, das eine feste Schrittweite vorgibt, zum Beispiel 1 Zahn = 1 mm nach oben oder unten. Die Höhe zeigt ein Maßstab an. Rechnen Sie zur Brettstärke auch die Schnittbreite des Bandes hinzu, bei RipperS etwa 2–3 mm. Eine Sperrklinke hält die Säge in der eingestellten Höhe, Vibrationen dürfen sie nicht von selbst absenken. Bevor Sie unter der Säge irgendetwas tun, stützen Sie sie ab und verlassen Sie sich nicht nur auf die Sperrklinke und die Seile.
Kühlung und Reinigung des Bandes
Bandsägeblatt
Welches Bandsägeblatt für den Eigenbau
Für Baumstämme werden meist breite Bänder mit 0,9 oder 1,1 mm Stärke und einer Zahnteilung von 1,1 TPI verwendet. Ein 1,1-mm-Band ist steifer und hält besser im Schnitt, braucht aber Laufräder von mindestens 610 mm. Unsere Blockbandsägeblätter RipperS PREMIUM haben gehärtete Zähne und schneiden weiches und hartes, trockenes und frisches Holz.
Abmessungen der Bänder RipperS PREMIUM
| Breite × Stärke (mm) | TPI | Schränkung (mm) |
|---|---|---|
| 27 × 0,9 | 2 Hook | 1,9 |
| 32 × 0,9 · 34 × 0,9 · 35 × 0,9 | 1,1 HARD / SOFT | 2,0 / 2,3 |
| 32 × 1,1 · 34 × 1,1 · 35 × 1,1 · 38 × 1,1 | 1,1 HARD / SOFT | 2,2 / 2,5 |
| 38 × 1,3 | 1,1 HARD / SOFT | 2,4 / 2,7 |
Die tatsächliche Schnittbreite ist etwa 0,2 mm größer als die Schränkung, weil das Band im Schnitt leicht schwingt.
RipperS-Bänder ab 32 mm Breite lassen sich als einzige unserer Bänder für Holz nachschärfen. Das Band 2 Hook (27 × 0,9 mm) lässt sich nicht nachschärfen.
Welche Bandlänge bestellen
Die Bandlänge berechnen Sie ungefähr aus den Maßen der Säge: Länge = 2 × Achsabstand der Laufräder + 3,14 × Raddurchmesser (beide Laufräder gleich groß). Messen Sie den Durchmesser dort, wo das Band auf dem Laufrad aufliegt, bei einem Rad mit Reifen über den Reifen. Beim Spannen ändert sich der Achsabstand, rechnen Sie deshalb mit dem Spannrad in der Mitte seines Verstellwegs. Messen Sie die Länge zum Schluss an der fertigen Säge nach.
Sicherheit
Laufradabdeckungen und sicheres Arbeiten
Das Band kann vom Laufrad springen oder reißen und herausfliegen. Decken Sie die Laufräder deshalb ab:
Aus der Praxis
Häufige Fragen
?Welchen Raddurchmesser soll ich wählen?
Für ein 0,9-mm-Band Laufräder von mindestens 450 mm, besser 550 mm. Ein 1,1-mm-Band braucht Laufräder von mindestens 610 mm, ein 1,3-mm-Band mindestens 650 mm. Auf kleinen Laufrädern wird das Band stärker gebogen und reißt.
?Wie schnell soll das Band laufen?
Blockbandsägen schneiden mit 20–35 m/s, meist mit 25–30 m/s. Weichholz verträgt mehr, Hartholz weniger. Wie Sie die Geschwindigkeit berechnen, zeigen wir im Abschnitt Antrieb und Bandgeschwindigkeit.
?Reicht ein schwächerer Motor mit Übersetzung?
Eine Übersetzung erhöht die Motorleistung nicht, sie ändert nur Drehzahl und Drehmoment. Das Band soll auch im Schnitt mit 20–35 m/s laufen. Mit einem schwachen Motor wird es in einem harten oder breiten Stamm langsamer oder bleibt stehen. Unsere Kunden setzen deshalb Motoren mit etwa 5 kW ein.
?Wie spanne ich das Band ohne Messgerät?
Bei ausgeschalteter Maschine sollte sich das Band mit dem Finger höchstens 3 mm zur Seite drücken lassen, und im Schnitt darf es nicht schwimmen. Heben sich bei einem gerissenen Band auf ebenem Boden die Enden um mehr als 10 mm, war es überspannt. Mehr im Artikel Wie wird ein Bandsägeblatt für Holz gespannt?
?Welche Bandlänge soll ich bestellen?
Ungefähr 2 × Achsabstand der Laufräder + 3,14 × Raddurchmesser, mit dem Spannrad in der Mitte seines Verstellwegs. Messen Sie die Länge an der Säge nach, wir schweißen Ihnen das Band nach Maß. Längenberechnung
?Warum reißen die Bänder an meiner selbstgebauten Säge?
Meist wegen zu kleiner Laufräder, Überspannung oder eines hinteren Stützlagers, das das Band auch im Leerlauf berührt. Die Ursachen nach der Bruchstelle finden Sie im Artikel Warum reißen Bandsägeblätter für Holz?
Haben Sie eigene Erfahrungen mit dem Eigenbau einer Bandsäge? Teilen Sie sie in der Diskussion unter dem Artikel. Fragen beantworten wir gern auch unter info@dudrsaw.de.









Sehr geehrter Herr Prendin, vielen Dank für Ihre Anfrage. Wenn die Schwungradbreite tatsächlich 140 mm und der Durchmesser 1300 mm beträgt, handelt es sich um eine große Säge. Für Maschinen dieses Typs werden üblicherweise Sägeblätter mit einer Breite von etwa 160 mm und einer Dicke von 1,3 mm verwendet.
Leider produzieren wir keine so breiten Sägeblätter. Für diese Art von Produkt empfehle ich Ihnen, sich an unser Schwesterunternehmen Dudr Tools s.r.o. zu wenden, das sich auf dieses Segment spezialisiert hat. Weitere Informationen finden Sie auf deren Website: www.dudr.cz
Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis und sende Ihnen herzliche Grüße.
Pavel Dudr
Guten Tag, vielen Dank für Ihre Frage. Die Querschnittsfläche des Sägebandes wird etwas kleiner sein, da von der Breite die Zahnteilung von ca. 5 mm abgezogen werden muss. Für den häuslichen Gebrauch empfehlen wir, das Sägeband so zu spannen, dass es im Schnitt nicht schwimmt. Und wenn Sie dann ein gerissenes Band auf den Boden legen und sich die Enden des Sägebandes anheben, bedeutet dies, dass es zu stark gespannt war.
Mit freundlichen Grüßen, Pavel Dudr
Guten Tag, solche Angaben bieten die Firmen Řetězy Olomouc oder TYMA an.
Generell würde ich als Alternative entweder Flachriemenscheiben oder Räder von alten Landmaschinen suchen.
Guten Tag, ich nehme an, es ist eine Säge für Textilien mit drei Rädern. Wenn Sie die Bandgeschwindigkeit auf ca. 900 Meter pro Minute einstellen können, dann wahrscheinlich ja. Dann kommt es wahrscheinlich auf die Steifigkeit der Säge an, schließlich brauchen Sie für Holz mehr Steifigkeit als für Textilien und auch z.B. der Verschleiß einiger Teile wie der Führungsrollen. Sägespäne bleiben wahrscheinlich in der Maschine, wenn keine Absaugung vorhanden ist, also rechnen Sie damit. Ich frage mich auch, ob die Räder klassische Aluminiumräder mit einem Gummiband sind, hoffentlich nicht z.B. aus Kunststoff, damit sie nicht beschädigt werden. Vergessen Sie nicht, falls ja, eine Banddicke von nur 0,6 mm zu wählen, wenn die Räder z.B. nur einen Durchmesser von 300 mm haben (Banddicke = Raddurchmesser / 500). Wenn die Bandsäge 3 angetriebene Räder hat, biegt sich das Sägeband und richtet sich 3 Mal pro Zyklus auf den Rädern auf, und daher könnte ein dickeres Band reißen.
Viel Erfolg bei den Versuchen ;-), mit freundlichen Grüßen Pavel Dudr
Guten Tag, vielen Dank für Ihre Anfrage. Durch eine Übersetzung verlieren Sie Leistung und Sie benötigen eine Bandgeschwindigkeit von mindestens 15 m/s, und das Sägeband darf im Schnitt nicht stehen bleiben. Es stimmt aber, dass die vielleicht kleinste Stammbandsäge Holzmann BBS350 einen 2,2 kW Motor hat, sie hat nur eine Geschwindigkeit von 14 m/s. Allerdings hat diese Säge eine Bandbreite von nur 19x0,9 mm und bei dieser Breite können Sie keinen größeren Zahnabstand als 2 Zähne pro Zoll einstellen, sodass Sie nur sehr kleine Stämme sägen können. Ich würde Ihnen empfehlen, über ein Sägeband von mindestens 32x0,9 Breite nachzudenken, wo auch die Standardteilung für Stämme von 1,1 TPI (Teilung ca. 22mm) verfügbar ist. Und wenn Sie im Internet nachsehen, z.B. bei Stammbandsägen der Marke LUMAG, ist die Leistung von 4 bis 7,5 kW gewählt.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein wenig helfen, wir beschäftigen uns nicht mit der Herstellung von Maschinen... Vielen Dank und viel Erfolg. Mit freundlichen Grüßen Pavel Dudr
Guten Tag, wir haben dazu einen Artikel https://www.dudrsaw.de/technische-artikel-und-tipps/wie-werden-sagebander-fur-metall-gespannt
Im Allgemeinen muss das Band jedoch "fest" gespannt sein, aber dennoch leicht um 2-3 mm bewegt werden können.
Guten Tag, vielen Dank für Ihre berechtigte Anmerkung. Bezüglich der Abdeckungen haben Sie Recht, das haben wir im Artikel vergessen zu erwähnen (wir werden versuchen, es zu korrigieren).
Ich habe mit dem Herrn, der die grüne Säge auf dem Foto gebaut hat, über die Abdeckungen gesprochen. Er sagte, seine Abdeckung sei für ihn ausreichend und passend. Natürlich geht er mit Respekt an die Maschine heran und niemand sonst bewegt sich in der Nähe der Säge. Er beschrieb seine Erfahrung, dass ein durchgerissenes Band immer in die gleiche Richtung fliegt wie das angetriebene Rad. Wichtig ist auch, dass die Abdeckung im oberen Bereich am Antriebsrad nach unten gebogen ist, damit das Band nicht nach außen, sondern nach unten in Richtung Boden fliegt. Wenn ich das so sagen darf, bleibt das Sägeband im Holz stecken. Und wenn das Band zufällig von den Rädern fällt (abrutscht), bleibt es in der oberen Abdeckung hängen (gerade aus diesem Grund reicht die Abdeckung tief genug nach unten).
Außerdem hat der Herr die Regel, dass niemand neben der Säge steht oder geht, während er schneidet. Wenn er abgesägte Bretter entfernt, hat er die Säge vorne und entfernt die Bretter hinten. Wenn er einen Helfer hat, schneidet er das Holz vor der Säge, aber erst, wenn die Säge weit genug hinten ist (wie auf den Fotos zu sehen ist – seine Säge bewegt sich auf „Schienen“). Er erwähnte auch, dass ihm das Band beim Einstellen des Bandes abgerutscht und gerissen sei, als er schnitt. Aber es ist ihm noch nie passiert, dass das Band gerissen ist oder von den Rädern gerutscht ist, wenn die Säge steht und im Leerlauf läuft.
Manche Leute haben alle Räder und das Band abgedeckt, aber das sieht man nicht oft. Auf jeden Fall gilt immer Sicherheit an erster Stelle – man muss sich immer wieder mit Respekt an jede solche Maschine heranwagen...
Ja, wir liefern Sägebänder, die nach Maß geschweißt und für Weichholz (SOFT) oder Hartholz (HARD) geschärft sind. Bitte bestellen Sie rechtzeitig – es dauert länger, da wir die Bänder erst nach dem maßgeschneiderten Schweißen schärfen und spannen. Senden Sie uns ein Foto Ihrer Säge, wie Sie deren Konstruktion und Abdeckung gelöst haben (E-Mail an info@simonds.cz). Wir veröffentlichen die Fotos gerne (auch für andere), damit die Leute Inspiration haben ;-).
Vielen Dank und viel Erfolg.
Mit freundlichen Grüßen,
Pavel Dudr